Seit 1980 wurde in Ingolstadt der Audi quattro mit permanentem Allradantrieb in Kleinserie gebaut. Erklärtes Ziel von Entwicklungsvorstand Dr. Piëch war es, den Allradantrieb in allen Modellreihen zu etablieren und auf Sicht einen Produktionsanteil von 25% zu erreichen.
Als erstes Volumenmodell kam 1982 der Audi 80 quattro auf den Markt. Die Techniker hatten den Antriebsstrang des Ur-quattro in die zwei- und viertürige Audi 80 Limousine transplantiert. Für Vortrieb sorgte zunächst ausschließlich ein 2,2-Liter großer 136-PS-Fünfzylinder-Saugmotor, 1983 folgte eine kleinere Zweiliter-Variante mit 115 PS Leistung.
Zur großen Produktaufwertung des Audi 80 ab Sommer 1984 ging eine Trennung der Baureihe einher. Mit dem Audi 90 wurde ein höher positioniertes, sportlich-exklusives und hochwertig ausgestattetes neues Modell eingeführt. Für optische Unterschiede zum Audi 80 sorgten ein Leuchtenband am Heck, in Wagenfarbe lackierte vollflächige Kunststoff-Stoßstangen und Schwellerleisten, mattschwarze Fensterzierleisten, breitere Scheinwerfer mit integrierten Fernscheinwerfern sowie in der Stoßstange integrierte Nebellampen und Blinkleuchten.
In den Modellen mit Vorderradantrieb standen die bereits aus dem Audi 80 bekannten Fünfzylindermotoren zur Auswahl, neuerdings wahlweise mit geregeltem bzw. beim kleinen Motor ungeregeltem Katalysator. Ein knappes Jahr lang gab es den Audi 90 auch mit einem Vierzylinder-Turbodieselmotor. Der Audi 90 quattro war ausschließlich mit dem größeren 2,2-Liter-Fünfzylindermotor erhältlich, der mit Katalysator 88 kW / 120 PS und ohne Abgasreinigung 100 kW / 136 PS an alle vier Räder verteilte.
Von der ersten Generation des Audi 90 liefen zwischen August 1984 und August 1986 insgesamt 66.101 Fahrzeuge vom Band, davon gut ein Drittel mit permanentem Allradantrieb quattro.